August ist das neue Silvester!

Ja, du hast richtig gelesen. Gerne kannst du jetzt auch im Sommer die Korken knallen lassen und ein Tischfeuerwerk zünden, aber vor allem solltest du eines tun: den Rest des Jahres planen!

Vorsätze sind keine einmalige Sache! Und sinnlos sind sie schon mal gar nicht!

Ich weiß, die meisten Menschen finden Vorsätze affig, aber das sind auch genau die, die auf einer Datingseite sagen (würden):
„Ich suche nichts, ich lass mich finden“ oder die pseudo Erleuchteten, die das Universum machen lassen. Yoga und Meditation liebe Leute sind Krücken, nicht das Laufen! Hilfsmittel – nicht Selbstzweck … außer Du bist Yoga/Meditationslehre/In.

Aber jetzt noch mal konkret! Wie ist das bei dir mit den Vorsätzen?

Pünktlich zum Jahresstart liest man überall zynische Berichte, die sich über die Naivität der Menschen lustig machen, die sich für das neue Jahr schon wieder, trotz besseren Wissens, etwas vornehmen.
Und doch nehmen wir uns (die obig genanten natürlich ausgenommen) Jahr für Jahr alle etwas vor. Wenn auch nur innerlich. Und natürlich auch nur so zum Spaß.
Die Artikel dienen dann auch schön der Legitimierung von „es ist ok seine Pläne über den Haufen zu werfen – allen anderen geht es ja auch so!“
Die ganz kritischen, cleveren Realisten nehmen sich also schon gar nichts mehr vor! BULLSHIT! Wenn dem so wäre, dann wärd ihr tot!

Wir machen immer Pläne, man nennt das auch Erwartungshaltung!

Genau hier liegt nämlich der Hund begraben und der Hase im Pfeffer! (=kleiner Kommunikatiosabstecher über das Sprichwort). Wir machen immer Pläne – häufig ungeplant und unbewusst! Man nennt das auch „Erwartungen haben“. Wer das nicht hat … sorry, der ist für mich ein Zombie.
Nur statt uns damit auseinander zu setzen – aktiv, immer wieder – denken wir von Weihnachten bis Silvester mal zwischen Braten und Klößen darüber nach, wie das denn so sein könnte im Leben. Wenn’s dann nicht klappt gibt’s genug aufmunternde Sprüche, den ganzen Plan bis zum Jahreswechsel wieder in der Kiste verstauben zu lassen.

Glückwunsch- das ist dein Leben!

Ich sage nicht, dass du jeden deiner Schritte planen sollst. Leben braucht Platz und manchmal etwas mehr Zeit, als wir aktiv einplanen. Die nötige Flexibilität, um nicht in Dauerfrust zu fallen ist sicherlich gesund, doch du solltest es aktiv gestalten.
Es ist nämlich viel leichter für dich das Ziel zu erreichen wenn du es formulierst und dir Schritte dahin ausdenkst. Außerdem hilft dein Plan und deine Klarheit auch deinem Umfeld und ja – auch dem UNIVERSUM ;), dich dabei zu unterstützen, das zu bekommen was du möchtest. Denn wenn du einen Plan hast, lebst du den Plan auch. Vielleicht sprichtst du dann zufällig beim nächsten Feierabendgetränk mit einer Person die genau jemanden kennt, der etwas kann was dir fehlt oder sonstige „Zufälle“. Die erkennne wir aber eben oft nur, wenn wir Klarheit darüber haben wohin wir wollen.

Überall ist’s schön

Natürlich kann man auch sagen: Überall ist’s schön und auch diese Haltung ist für vieles im Leben sinnvoll, doch wenn du gerade irgendwo sitzt und nicht zufrieden bist mit deinem Leben, hast du innerlich sowieso eine Erwartungshaltung an „wie es eigentlich sein sollte“  – also warum sich diese nicht eingestehen und daran arbeiten etwas zu verändern?

Der Unterschied zwischen durchhalten und einknicken:

Vielleicht hast du zu Beginn des Jahres gedacht „Fitness wäre mal eine feine Sache“. Die erste Woche war super. Du warst motiviert. Statt Fitness kann hier jegliches Vorhaben stehen … Rauchen aufhören, gesünder essen, mehr verdienen, etc. etc.

Die zweite Woche war vielleicht schon schleppender und wenn du nach 3 Monaten erst das Handtuch komplett geworfen hast, dann gehörst du schon zu den Durchhaltern, was Jahresvorsätze angeht.

Was ist nun aber mit denen, die durchhalten?

Sind die willensstärker? Passionierter? Vielleicht. Die meisten fallen aber genau so schnell wie die „Aufgeber“. Der Unterschied ist nur der, dass die einen wieder anfangen!Und wieder … weil sie sich und ihren Plan wichtig genug nehmen.

Erfolg haben heißt, einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist. Winston Churchill

Aufstehen fällt aber schwer, wenn man keinen Plan hat. Denn dann sind das nur unabhängig voneinander, mal so eben genannte Wünsche, die man mal so formuliert hat. Damit holt man keinen (sich selbst eingeschlossen) hinterm Ofen vor und vom Boden in den Stand auch nicht.

Aber wie komme ich da drauf – und was hat das mit August zu tun?

Ich habe vor einigen Tagen mal wieder ein Video von Gary Vaynerchuck gesehen (Video hier). Der Mann ist ziemlich derbe, was ich persönlich ab und an brauche, wenn mir Motivation fehlt. (VORSICHT! Geschmackssache!)

Gary weist darin darauf hin, dass August ein für ihn faszinierender Monat ist. Die meisten Menschen haben Urlaub, die Autoresponder bei den Emails werden häufiger à la „bin im Urlaub“ und irgendwie wirkt die Welt wie auf „Pause“ gedrückt. Perfekt um Urlaub zu machen und die Reservetanks kurz vor dem Endjahreswahnsinn noch einmal zu füllen oder eben um genau in dieser Zeit durchzustarten und einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten.

Lustiger weise muss ich sagen, dass der August, seit 4 Jahren immer mein einkommensstärkster Monat ist, bzw. hier die Weichen für das letzte Quartal gelegt werden. In den Firmen ist oft nicht viel los, sodass man leichter Termine bekommt, man locker bei einem Kaffee oder Kaltgetränk einen Termin abhält und irgendwie mal mehr Zeit ist, für längere Gespräche und Neujustierung. So auch in diesem Jahr.

Gib nochmal alles

Sicherlich ist das Branchenabhängig, aber ich stimme Gary zu, dass es ein faszinierender Monat ist und wenn man ihn gleichermaßen zum Auftanken und Neujustieren nutzt, kann man das letzte Quartal im Jahr nochmal dazu nutzen, aufzustehen, sich seiner Ziele, Wünsche und Vorhaben bewusst werden und nochmal alles zu geben, bevor man sich bald wieder dem Festessen widmet.

Wir neigen dazu zu glauben, dass das Jahr jetzt (im Endsommer) schon „zu Ende“ ist und legen unsere Hoffnung dann einfach schon mal in den Januar – als ob nach dem Silvesterabend alles auf Null gesetzt werden würde und wir wieder komplett von Neuem beginnen ?!?! (im Positiven wie auch Negativen).
Sicherlich ist es gut mit dem Start ins neue Jahr wieder einen Anlass für Veränderung zu haben (offenbar brauchen wir dazu ein Datum), doch allzu oft dient dieses Jahresevent dazu unser Leben auf „nächstes Jahr“ zu schieben.

Du hast eh schon verkackt

Wenn du aber eh schon alle enttäuscht hast – vor allem dich – ist JETZT die beste Zeit zu sagen „na dann los- es kann nur besser werden!“
Der Druck ist weg, im August / September rechnet auch keiner mehr mit Vorsätzen und keiner fragt diese auch noch gelegentlich ab. Die beste Zeit im Jahr also wirklich stressfrei eine Veränderung zu beginnen und Pläne zu schmieden.

Worauf wartest du noch? Nicht gemacht hast du‘ schon. 🙂 Nutze deine Zeit und lass die Korken knallen. Dabei ist es übrigens völlig egal welcher Monat gerade ist … JETZT ist immer ein guter Zeitpunkt!

Katharina

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