Vorsicht Foto! Wenn du auf Fotos sch***e aussiehst hilft dashier vielleicht!

Wie du schlechte Fotos und unproduktive Shootings künftig vermeiden kannst!
Bekommst du Angstschweiß oder schüttelt es dich, wenn es um Fotos von dir geht?
Als Unternehmer/in kommt man nicht umhin, sich auch mal ablichten zu lassen. Für die Website, für Werbemittel oder zu sonstigen Gelegenheit. Meist ist das mit einem Fotoshooting, Zeit, Geld und Aufwand verbunden. (Von den Schnappschüssen auf Veranstaltungen mal abgesehen).
Wenn es dir so geht, wie einer großen Zahl der Menschen, die ich begleite (mich eingeschlossen), dann gehört dieser Teil deiner Arbeit eher zu den unangenehmen Tätigkeiten.

Cheese – mich in Ruhe!

Rumhampeln vor einem Fotografen, der immer nur sagt:

„Einfach ganz locker bleiben!“

JA, zum Kuckuck – das IST locker!!!! Was will er denn?

Meine Fotostory

Vor 4 oder 5 Jahren habe ich das erste mal professionelle Fotos machen lassen (abgesehen von Bewerbungs- und Passbildern!) und es war SCHRECKLICH. Ich wollte mich auf der Website zeigen und das eben nicht im Bewerbungsstyle.

Der Fotograf gab sich alle Mühe mit mir und kam dabei richtig ins Schwitzen und an die Grenzen seiner Kreativität. Er witzelte, setzte mich um und knipste, was das Zeug hielt. Ich hasste es und konnte weder mit mir noch mit der Kamera wirklich etwas anfangen … Das konnte man am Ergebnis dann deutlich sehen.

Viele Stunden Arbeit später hatte das Grauen ein Ende. Ohne brauchbares Ergebnis!!!

In mir eine Gefühlsmischung aus Erleichterung, Abscheu und erniedrigtem Selbstwertgefühl. Dass man da keine guten Erinnerungen zurück behält ist irgendwie klar. Auch Photoshop machte das Ergebnis am Ende nicht deutlich besser. Also fasste ich einen Plan!

Ich lerne ab jetzt Fotos mit Freude und Spaß zu machen – ohne mich auf das Ergebnis zu konzentrieren!

Ein Grund, weshalb ich das ganze Shooting nämlich schlimm fand war, dass ich gehofft hatte, meine Ressourcen (Zeit und Geld) optimal zu nutzen und nach dem Shooting alles zu haben, was es für Website und Werbemittel braucht – ein für alle mal! (Dazu braucht man übrigens keine Fotos, wie ich heute weiß, aber dazu ein andermal mehr!)

Ich nahm mich jedoch völlig aus der Gleichung heraus und erwartete Wunder vom Fotografen.
Der wird schon sagen, wissen, machen … zur Not eben Retusche! Weit gefehlt – die Basis muss schon stimmen!

Ich ließ mich bis dato auch privat nur ungern fotografieren und genau so sahen all meine Bilder aus!!!
Familienfotos, Weihnachtsbilder … ich sah immer aus wie die Frau mit der Laus auf der Leber und der Partypooper vor dem Herrn. Ich versteifte regelrecht beim Wissen um eine Kamera im Raum. Mir war also schnell klar dass ich „lockerer“ werden musste vor der Kamera und das geht nun mal nicht, wenn man lediglich 2-3 Gelegenheiten im Jahr hat, um das zu trainieren.

Da hilft nur Hyposensibilisierung!

Der Trick ist wie immer simple: Übung macht den Meister! So doof das klingt, aber du wirst es niemals genießen Fotos zu machen und du wirst auch nicht schaffen, auf Knopfdruck „locker“ zu sein (wenn das nicht deinem Naturell entspricht), wenn du immer nur vor der Kamera herumturnst, wenn es „mal wieder ansteht“!!!

Selfies sind uncool aber hilfreich!

Man muss nicht gut aussehen oder besonders fotogen sein, um auf Fotos etwas zu transportieren – man sollte aber Spaß haben und das braucht einfach etwas mehr Übung als man glauben mag!!!

Dafür eignen sich Selfies hervorragend.
Denn das Ergebnis muss niemand sehen, du kannst dich ausprobieren und damit auch feststellen, was deine Lieblingspose ist oder deine Schokoladenseite. Du wirst dann auch schnell feststellen, was immer scheiße aussieht und was fast immer irgendwie ok.
Das Ergebnis ist dabei völlig egal! Du vermeidest so einfach beim nächsten Shooting einen Kaltstart, wenn es mal wieder darum geht professionelle Bilder machen zu lassen.

Lass dich häufiger knipsen!

Ich übe also seit dem „Horror-Shooting“ mit „Selfies“ und lasse einmal im Jahr Fotos vom Profi machen – egal ob ich Bilder brauche oder nicht. Von „Genuß“ kann hierbei noch lange nicht die Rede sein, aber es kommen brauchbarere Ergebnisse dabei herum und ich fühle mich nicht gänzlich bescheuert und hässlich 🙂
Übung schafft außerdem, dass ich wirklich Spaß dabei empfinden kann!
Also los – schnapp dir dein Handy und lege los … gerne kannst du deine Bilder hier ausstellen, wenn du dich traust 😉

Praktische Tipps zum Schluss:

  1. Bei Udemy oder Skillshare und im Web gibt es zahlreiche Angebote von Fotografen, die Tipps geben was man beim Posen beachten kann. Diese Tipps helfen schon besser auf Fotos zu wirken (sprich: lockerer, natürlicher) es lohnt sich, das mal zu recherchieren und zu üben!
  2. Gute Fotografen haben ihren Preis und ich bin eine Verfechterin davon diese Arbeit auch entsprechend zu bezahlen, so ein Shooting, mit Locationauswahl/-änderung und unterschiedlicher Kleidung geht schnell in die Hunderte. Zur Übung reicht es vielleicht aus ein „kleines Paket“ zu buchen (ohne Schminken, Umziehen und sowas alles) oder du schaust mal auf Groupon und kaufst dort einen  Gutschein, um Studio/Kameraerfahrung zu sammeln. Dann musst du nicht gleich tiefer in die Tasche greifen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

PS.: Genau das Gleiche gilt übrigens für AUDIO und VIDEO ! ! ! !